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Course Handicap vs. Handicap-Index: der Unterschied

Aktualisiert am 26. Juli 2026 · Timo Gede

Der Handicap-Index ist deine platzunabhängige Kennzahl mit Nachkommastelle, das Course Handicap die daraus errechnete Zahl an Vorgabenschlägen für einen konkreten Platz und Abschlag. Der Index bleibt gleich, egal wo du spielst; das Course Handicap ändert sich mit jedem Platz, Tee und Slope. Umgerechnet wird so:

Course Handicap = Runden(Index × Slope / 113 + (Course Rating − Par))

Die Unterschiede auf einen Blick

MerkmalHandicap-IndexCourse Handicap (Spielvorgabe)
Was es beschreibtdein Spielniveau allgemeinVorgabenschläge auf genau diesem Platz
FormDezimalzahl, z. B. 18,4ganze Zahl, z. B. 20
Platzbezugkeiner – weltweit gültigabhängig von Slope, Course Rating und Par
WoherØ der besten 8 der letzten 20 Score Differentialsaus dem Index umgerechnet
Wann ändert es sichnach vorgabenwirksamen Rundenbei jedem Platz- oder Abschlagswechsel
Wofür du es brauchstMeldung, Ausweis, VergleichSchlagverteilung auf der Scorekarte

Ein Index, drei Plätze

Am deutlichsten wird der Unterschied, wenn dieselbe Spielerin mit Index 18,4 auf drei Plätzen antritt:

PlatzSlopeCRParCourse Handicap
A (leicht)11370,07216
B (mittel)12871,27220
C (schwer)14274,07126

Der Index bleibt in allen drei Zeilen 18,4 – die Spielvorgabe schwankt zwischen 16 und 26. Auf Platz C sorgen hoher Slope und ein Course Rating drei Schläge über Par für zehn zusätzliche Schläge. Den kompletten Rechenweg zeigt der Beitrag Course Handicap berechnen.

Welche Zahl brauchst du wo?

Faustregel: Zum Melden nimmst du den Index, zum Spielen die Spielvorgabe.

Warum das Course Handicap oft höher ist

Liegt der Slope über 113, wird der Index nach oben skaliert – auf einem Platz mit Slope 128 ergibt Index 18,4 rechnerisch schon 20,8 Schläge. Dazu kommt der Term (Course Rating − Par): Ist der Platz relativ zum Par schwerer geratet, gibt es einen Aufschlag, ist er leichter geratet, einen Abzug. Deshalb kann dein Course Handicap auf einem leichten Platz auch unter deinem Index liegen, wie in Zeile A der Tabelle.

Und wo bleibt das Playing Handicap?

In vielen Wettspielen kommt eine dritte Zahl ins Spiel: Auf das Course Handicap wird eine Handicap Allowance angewendet – je nach Spielform ein Prozentsatz, der die Vorgabenschläge anpasst. Erst daraus entsteht das Playing Handicap, mit dem gewertet wird. Für die normale Privatrunde ist das Course Handicap die maßgebliche Zahl; die Unterschiede erklärt der Beitrag Playing Handicap im Golf.

Beide Zahlen in einem Schritt

Deinen Index aus den eingetragenen Runden und die passende Spielvorgabe für jeden Platz berechnest du kostenlos mit dem Handicap-Rechner – Score, Course Rating und Slope genügen. Wie der Index selbst zustande kommt, steht im Beitrag Handicap-Index berechnen.

Hinweis: Diese Erklärung ist inoffiziell. Verbindlich für deinen Handicap-Index und deine Spielvorgabe ist die Führung durch deinen Heimatclub bzw. den DGV.

Index und Spielvorgabe berechnen
Index und Spielvorgabe berechnen →

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Handicap-Index und Course Handicap?

Der Handicap-Index ist eine platzunabhängige Dezimalzahl und beschreibt dein Spielniveau. Das Course Handicap rechnet ihn über Slope, Course Rating und Par in die Zahl der Vorgabenschläge für einen bestimmten Platz und Abschlag um.

Welche Zahl gebe ich bei der Turniermeldung an?

Den Handicap-Index. Das Course Handicap wird erst vor Ort aus dem Index und den Platzdaten des gespielten Abschlags berechnet.

Warum ist mein Course Handicap höher als mein Handicap-Index?

Weil ein Slope über 113 den Index nach oben skaliert und ein Course Rating über Par zusätzlich aufschlägt. Auf leichten Plätzen kann das Course Handicap umgekehrt auch unter dem Index liegen.