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EDS-Runde: So wird die Privatrunde vorgabenwirksam

Aktualisiert am 27. Juli 2026 · Timo Gede

Eine EDS-Runde ist eine Privatrunde außerhalb eines Turniers, die trotzdem für dein Handicap zählt. Der Begriff EDS (Extra Day Score) stammt noch aus dem alten Vorgabensystem; im World Handicap System heißt dieselbe Runde in Deutschland RPR – registrierte Privatrunde. Entscheidend ist immer: Du meldest die Runde vor dem Abschlag an, spielst mit einem Zähler nach den Golfregeln und reichst das Ergebnis danach ein.

EDS oder RPR – was gilt heute?

Im alten Vorgabensystem war die Privatrunde die Ausnahme und nur unter engen Bedingungen erlaubt. Mit dem WHS hat sich die Logik umgedreht: Der Handicap-Index soll dein aktuelles Spielniveau abbilden, deshalb sind registrierte Privatrunden ausdrücklich erwünscht und neben Turnierrunden gleichwertig. Viele Golfer sagen aus Gewohnheit weiter „EDS" – gemeint ist heute die RPR.

Die Voraussetzungen im Überblick

BedingungWarum
Anmeldung vor dem StartVerhindert, dass nur gute Runden nachträglich eingereicht werden
Platz mit gültigem Course RatingOhne CR und Slope lässt sich kein Differential berechnen
Zähler bzw. MarkerEin Mitspieler bestätigt dein Ergebnis
Spiel nach den GolfregelnKeine Mulligans, keine improvisierte Ballplatzierung
9 oder 18 LöcherBeide Runden sind vorgabenwirksam

Angemeldet wird je nach Club über das Terminal im Sekretariat, die Club-App oder das DGV-Serviceportal. Wie die Anmeldung bei dir konkret läuft und ob dein Heimatclub zusätzliche Vorgaben macht, sagt dir dein Sekretariat.

Wie die Privatrunde in den Index kommt

Rechnerisch passiert danach genau dasselbe wie bei einem Turnier. Aus deinem Ergebnis entsteht ein Score Differential:

Score Differential = (Score − Course Rating) × 113 / Slope

Dieses Differential reiht sich in deine letzten 20 Ergebnisse ein. Dein neuer Handicap-Index ist der Durchschnitt der besten 8 davon. Eine einzelne schwache Privatrunde verschlechtert dein Handicap also nicht automatisch – sie zählt nur, wenn sie unter deinen besten acht landet.

Rechenbeispiel

Du spielst eine registrierte Privatrunde mit 91 Schlägen auf einem Platz mit CR 70,8 und Slope 124:

(91 − 70,8) × 113 / 124 = 18,4

Das Differential 18,4 wird in deine Ergebnisliste aufgenommen. Ob sich dein Index dadurch ändert, hängt allein davon ab, ob 18,4 zu deinen besten 8 der letzten 20 Runden gehört. Den Vergleich macht der Handicap-Rechner für dich – Schritt für Schritt erklärt im Beitrag Neues Handicap berechnen.

9-Loch-Privatrunden

Auch eine registrierte 9-Loch-Runde ist vorgabenwirksam. Sie wird über einen vom Index abhängigen Erwartungswert auf 18 Löcher hochgerechnet:

Differential(18) = (Score9 − CR9) × 113 / Slope9 + (0,52 × Index + 1,2)

Details und ein durchgerechnetes Beispiel stehen im Beitrag Score Differential für 9-Loch-Runden.

Warum sich Privatrunden lohnen

Wer nur zwei Turniere im Jahr spielt, hat kaum Ergebnisse in der Wertung – der Index hinkt dem echten Spielniveau hinterher. Registrierte Privatrunden füllen die Liste der letzten 20 Runden mit aktuellen Ergebnissen und sind damit der einfachste Weg, das Handicap ohne Turnierstress aktuell zu halten.

Hinweis: Diese Erklärung ist inoffiziell. Verbindlich für dein Handicap sind die Regelungen deines Heimatclubs bzw. des DGV.

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Häufige Fragen

Was ist eine EDS-Runde im Golf?

Eine EDS-Runde ist eine Privatrunde außerhalb eines Turniers, die für das Handicap zählt. Der Begriff stammt aus dem alten Vorgabensystem; im World Handicap System heißt sie in Deutschland registrierte Privatrunde (RPR).

Muss ich eine Privatrunde vorher anmelden?

Ja. Die Runde muss vor dem Abschlag registriert werden – je nach Club über Terminal, Club-App oder das DGV-Serviceportal. Nachträglich eingereichte Runden sind nicht vorgabenwirksam.

Zählt eine Privatrunde genauso wie ein Turnier?

Ja. Aus dem Ergebnis wird nach derselben Formel ein Score Differential berechnet, das gleichberechtigt in die letzten 20 Runden und damit in den Handicap-Index eingeht.