Golf-Statistik führen: Fairways, GIR und Putts
Eine eigene Rundenstatistik zählt drei Dinge: getroffene Fairways, Grüns in Regulation (GIR) und Putts. Sie zeigt dir, in welchem Teil des Spiels deine Schläge verloren gehen – beim Abschlag, auf dem Weg zum Grün oder danach. Auf deinen Handicap-Index wirkt sie nicht: dort zählt ausschließlich die Schlagzahl, die auf der Scorekarte steht.
Die drei Grundwerte
Für jede der drei Kennzahlen genügt ein Häkchen pro Loch. Mehr braucht es am Anfang nicht – eine Statistik, die du nicht durchhältst, sagt nichts aus.
| Kennzahl | Was du pro Loch notierst | Was sie zeigt |
|---|---|---|
| Fairway getroffen | Liegt der Ball nach dem Abschlag im Fairway? | Treffsicherheit vom Tee |
| Grün in Regulation (GIR) | Liegt der Ball nach Par minus zwei Schlägen auf dem Grün? | Das lange Spiel bis zum Grün |
| Putts | Anzahl der Schläge, die du auf dem Grün spielst | Kurzes Spiel und Putten |
Fairways: nur auf Par 4 und Par 5
Üblich ist, die Fairwayquote nur auf den Par-4- und Par-5-Löchern zu zählen. Auf einem Par 3 zielt der Abschlag direkt auf das Grün, ein Fairwaytreffer wäre dort kein sinnvolles Ziel. Bei einem Par-72-Platz mit vier Par-3-Löchern bleiben also 14 Bahnen für diese Quote übrig. Wie sich ein Par 72 zusammensetzt, steht im Beitrag Par 72: Woraus sich die Zahl ergibt.
Grüns in Regulation
GIR ist die aussagekräftigste der drei Zahlen, weil sie das ganze Spiel bis zum Grün abbildet. Getroffen ist das Grün, wenn der Ball nach Par minus zwei Schlägen darauf liegt – auf einem Par 4 also nach dem zweiten Schlag. Die Definition mit Tabelle je Par erklärt der Beitrag Greens in Regulation: Bedeutung und Berechnung.
Putts richtig zählen
Als Putt zählt jeder Schlag, den du spielst, während der Ball bereits auf dem Grün liegt. Ein Chip von der Vorgrünkante zählt nicht als Putt, auch wenn du ihn mit dem Putter spielst – entscheidend ist die Lage des Balls, nicht der Schläger. Deshalb ist die reine Puttzahl allein irreführend: Wer viele Grüns verfehlt und gut chippt, hat oft wenige Putts und trotzdem einen hohen Score. Erst zusammen mit der GIR-Quote wird die Zahl lesbar.
Was die Statistik über deinen Score sagt
Die drei Werte teilen deine Schläge in Blöcke auf. Bleiben die Fairwayquote und die GIR-Quote niedrig, während die Puttzahl unauffällig ist, entstehen die Schläge vor dem Grün. Liegt die GIR-Quote gut und die Puttzahl hoch, verlierst du auf dem Grün. Für die Wertung deiner Runde ändert das nichts: Auf der Scorekarte steht am Ende nur die Summe der Schläge je Loch, und in der Stableford-Wertung die daraus abgeleiteten Punkte – nachzulesen unter Stableford-Punkte berechnen.
Warum die Statistik dein Handicap nicht verändert
In die Handicap-Berechnung geht ausschließlich das Gesamtergebnis ein. Aus jeder vorgabenwirksamen Runde entsteht ein Score Differential:
Score Differential = (Score − Course Rating) × 113 / Slope
Aus den besten 8 der letzten 20 Differentials bildet sich der Handicap-Index. Fairways, GIR und Putts kommen in dieser Rechnung nicht vor – sie sind reine Trainingsinformation. Deinen Index kannst du jederzeit mit dem Handicap-Rechner nachvollziehen, den Verlauf über die 20 Runden beschreibt Handicap-Verlauf selbst führen.
So notierst du es auf der Runde
- Nutze die freie Spalte oder den Rand der Scorekarte: ein Haken für Fairway, ein Haken für GIR, daneben die Puttzahl.
- Trage die Zahlen erst nach dem Loch ein, nicht zwischendurch – das hält den Ablauf am Platz sauber.
- Die offizielle Schlagzahl bleibt davon unberührt; wie die Karte korrekt geführt und abgegeben wird, steht in Scorekarte ausfüllen.
- Übertrage die Werte nach der Runde in eine Tabelle, damit du Runden vergleichen kannst.
Hinweis: Diese Erklärung ist inoffiziell. Verbindlich für dein Handicap ist die Führung durch deinen Heimatclub bzw. den DGV.
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Häufige Fragen
Welche Statistik sollte ich beim Golf führen?
Für den Anfang genügen drei Werte pro Loch: getroffenes Fairway, Grün in Regulation und Anzahl der Putts. Sie teilen deine Schläge in Abschlag, langes Spiel und Puttspiel auf und zeigen, wo die meisten Schläge liegen bleiben.
Wie zählt man Putts richtig?
Als Putt zählt jeder Schlag, der gespielt wird, während der Ball bereits auf dem Grün liegt. Ein Chip von der Vorgrünkante zählt nicht als Putt, auch wenn du ihn mit dem Putter spielst.
Beeinflusst meine Golf-Statistik den Handicap-Index?
Nein. In das Score Differential geht nur die Schlagzahl der Runde ein: (Score − Course Rating) × 113 / Slope. Fairways, GIR und Putts kommen in keiner Handicap-Formel vor.