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Vierer-Formate im Golf: alle Spielformen im Überblick

Aktualisiert am 2. August 2026 · Timo Gede

Ein echter Vierer ist jedes Format, bei dem ein Zweierteam nur einen Ball spielt und sich dabei abwechselt. Dazu gehören der klassische Vierer, der Vierer mit Auswahldrive (Greensome) und der Chapman-Vierer. Formate wie Vierball oder Scramble werden umgangssprachlich oft mitgezählt, funktionieren aber anders: Dort schlagen beide Partner auf jedem Loch, und es zählt der jeweils bessere Ball.

Die Formate im Vergleich

FormatBälle je TeamAbschlagDanach
Klassischer Vierer (Foursome)1abwechselnd, ein Partner an den geraden, einer an den ungeraden Löchernabwechselnd bis ins Loch
Vierer mit Auswahldrive (Greensome)1 ab dem 2. Schlagbeide schlagen abbesserer Drive wird gewählt, dann abwechselnd
Chapman-Vierer1 ab dem 3. Schlagbeide schlagen abjeder spielt den Ball des Partners, dann ein Ball abwechselnd
Vierball (Best-Ball)2 durchgehendbeide schlagen abjeder spielt den eigenen Ball, das bessere Ergebnis zählt
Scramble1 ab dem 2. Schlagbeide schlagen abbester Ball wird gewählt, beide spielen von dort weiter

Klassischer Vierer (Foursome)

Das strengste Format: Ein Ball, zwei Personen, konsequenter Wechsel. Wer an einem Loch abgeschlagen hat, spielt dort den dritten, fünften und siebten Schlag – unabhängig davon, wie die Lage ist. Die Abschläge werden über die Runde festgelegt verteilt, klassisch nach geraden und ungeraden Löchern. Der Vierer ist schnell gespielt und taktisch anspruchsvoll, weil man den Partner nicht aus einer schwierigen Lage retten kann: Jeder Fehlschlag landet direkt beim anderen.

Vierer mit Auswahldrive (Greensome)

Die entspanntere Variante. Beide schlagen ab, das Team entscheidet sich für einen Drive – und dann spielt der Partner des gewählten Balls den zweiten Schlag. Ab da geht es abwechselnd weiter. Der Vorteil: Ein verzogener Abschlag kostet das Team nichts. Die Wahl des Drives ist trotzdem taktisch, weil sie festlegt, wer als Nächstes drankommt. Ausführlich im Beitrag Vierer mit Auswahldrive.

Chapman-Vierer (Pinehurst)

Der Chapman kombiniert beides: Beide schlagen ab, dann spielt jeder den Ball des Partners als zweiten Schlag. Erst danach wählt das Team einen der beiden Bälle aus und spielt ihn abwechselnd ins Loch. Jede Person ist damit an jedem Loch mit mindestens zwei Schlägen beteiligt – ein guter Kompromiss zwischen Teamgefühl und Vierer-Charakter. Details in Chapman-Vierer.

Vierball und Scramble: die Nicht-Vierer

Beim Vierball spielt jede und jeder durchgehend den eigenen Ball; pro Loch zählt nur das bessere Netto-Ergebnis der beiden Partner. Beim Scramble dagegen schlagen beide ab, das Team wählt den besten Ball und spielt von dort gemeinsam weiter – auch beim Putten. Scramble erzeugt deshalb die niedrigsten Scores und ist das typische Format für gesellige Turniere; die Regeln kompakt stehen in Scramble-Regeln.

Welches Format wofür?

Vorgaben in Team-Formaten

Jedes dieser Formate verteilt die Schläge anders auf das Team. Grundlage ist immer die individuelle Spielvorgabe jeder Person am gespielten Abschlag:

Course Handicap (Spielvorgabe) = Runden(Index × Slope / 113 + (CR − Par))

Wie daraus eine Teamvorgabe wird, legt die Ausschreibung des Wettspiels fest – der jeweilige Vorgabenanteil unterscheidet sich je Spielform und wird als Playing Handicap ausgewiesen. Für das Doppel-Matchplay im Scramble ist im GVNRW-Bereich die 35/15-Formel verbreitet:

Scramble-Teamvorgabe = Runden(0,35 × niedrigere + 0,15 × höhere Spielvorgabe)

Die individuellen Spielvorgaben rechnet der Handicap-Rechner aus, die Teamvorgabe samt Schlagverteilung auf der Scorekarte der Scramble-Rechner.

Hinweis: Diese Übersicht ist inoffiziell. Verbindlich sind die Golfregeln sowie die Ausschreibung des jeweiligen Wettspiels; für dein Handicap ist die Führung durch deinen Heimatclub bzw. den DGV maßgeblich.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Vierer und Vierball?

Beim Vierer spielt ein Zweierteam nur einen Ball und wechselt sich Schlag für Schlag ab. Beim Vierball spielt jede und jeder den eigenen Ball, und pro Loch zählt das bessere Netto-Ergebnis der beiden Partner.

Was ist ein Vierer mit Auswahldrive?

Beide Partner schlagen ab, das Team wählt den besseren Drive, und der Partner des gewählten Balls spielt den zweiten Schlag. Ab da geht es mit einem Ball abwechselnd bis ins Loch weiter. Das Format heißt auch Greensome.

Welche Golf-Spielformen gibt es für Zweierteams?

Die gängigen Zweier-Formate sind klassischer Vierer, Vierer mit Auswahldrive (Greensome), Chapman-Vierer, Vierball (Best-Ball) und 2er-Scramble. Sie unterscheiden sich darin, wie viele Bälle gespielt werden und wer wann am Zug ist.