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Pro-Am-Turnier im Golf: Ablauf, Wertung und Handicap

Aktualisiert am 25. September 2026 · Timo Gede

Ein Pro-Am ist ein Turnier, bei dem ein Golfprofi gemeinsam mit einem Team aus Amateuren spielt. Gewertet wird meist das Teamergebnis – etwa nach Best-Ball- oder Scramble-Logik – mit Vorgabenschlägen für die Amateure. Weil am Ende ein gemeinsames Teamergebnis steht und kein vollständiger eigener Score, liefert die Runde für die Amateure in aller Regel kein Score Differential fürs Handicap.

Was ist ein Pro-Am?

Der Name steht für Professional und Amateur: In jedem Flight spielt ein Profi – Touring-Pro oder Clubtrainer – mit mehreren Amateuren zusammen. Pro-Ams finden oft im Vorfeld großer Profiturniere, als Sponsoren- und Firmenevents oder als Clubturnier mit den eigenen Trainern statt. Für die Amateure steht das Erlebnis im Vordergrund: eine Runde neben einem Profi, mit Einblick in Schlagwahl, Platzstrategie und Routine.

Übliche Zählweisen

Eine feste Pro-Am-Zählweise gibt es nicht – welches Format gilt, steht in der Ausschreibung. Verbreitet sind vor allem zwei Grundmuster:

FormatSo wird gespieltEigener Score?
Best Ball (Teamwertung)Alle spielen den eigenen Ball; pro Loch zählen die besten Einzelergebnisse des Teams – wie viele, legt die Ausschreibung festWird gespielt, gewertet wird aber nur ein Teil
ScrambleAlle schlagen ab, das Team spielt von der besten Balllage gemeinsam weiterNein – nur ein Teamscore

Die Best-Ball-Logik funktioniert wie beim Vierball, nur mit mehr Spielern: Ein schwaches Loch eines Amateurs fällt nicht ins Gewicht, solange ein anderes Teammitglied ein gutes Ergebnis liefert. Beim Scramble gelten die Abläufe aus den Scramble-Regeln. Häufig wird nach Stableford gezählt; pro Loch gilt dann:

Stableford-Punkte = max(0, 2 − (Netto-Schläge − Par))

Vorgaben im Pro-Am

Der Profi spielt in der Teamwertung üblicherweise ohne Vorgabenschläge, die Amateure mit Vorgabe. Ausgangspunkt ist die persönliche Spielvorgabe:

Course Handicap = Runden(Index × Slope / 113 + (CR − Par))

Für Teamformate setzen Ausschreibungen oft nur einen Anteil davon an oder bilden eine gemeinsame Teamvorgabe. Welche Anteile gelten, ist von Turnier zu Turnier verschieden – feste Faktoren gibt es dafür nicht. Nur für das 2er-Scramble nach GVNRW-Schlüssel ist die Formel eindeutig: round(0,35 × niedrigere + 0,15 × höhere Spielvorgabe). Das rechnet der Scramble-Rechner aus.

Zählt ein Pro-Am fürs Handicap?

Für die Amateure in aller Regel nicht. Ein Score Differential braucht einen vollständigen eigenen Score:

Score Differential = (Score − Course Rating) × 113 / Slope

Im Scramble gibt es diesen Score nicht, weil das Team einen gemeinsamen Ball spielt. Im Best Ball wird zwar mit dem eigenen Ball gespielt, doch in die Wertung gehen nur die besten Ergebnisse ein – Löcher, die nicht zählen, werden oft gar nicht zu Ende gespielt. Die Begründung je Spielform zeigt die Übersicht der vorgabenwirksamen Spielformen. Ob ein bestimmtes Pro-Am ausnahmsweise eine vorgabenwirksame Einzelwertung enthält, steht in der Ausschreibung. Wer den Tag für das eigene Handicap nutzen will, spielt dafür eine reguläre Einzelrunde – deren Wirkung zeigt der Handicap-Rechner.

Hinweis: Diese Erklärung ist inoffiziell. Verbindlich sind die Ausschreibung des jeweiligen Turniers sowie für deinen Handicap-Index die Führung durch deinen Heimatclub bzw. den DGV.

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Häufige Fragen

Was ist ein Pro-Am im Golf?

Ein Turnier, bei dem ein Golfprofi mit einem Team aus Amateuren spielt. Gewertet wird meist das Teamergebnis, etwa als Best Ball oder Scramble, mit Vorgabenschlägen für die Amateure.

Zählt ein Pro-Am fürs Handicap?

Für die Amateure in aller Regel nicht, weil ein gemeinsames Teamergebnis gewertet wird und kein vollständiger eigener Score entsteht. Maßgeblich ist die Ausschreibung des Turniers.

Wie wird bei einem Pro-Am gezählt?

Das legt die Ausschreibung fest. Verbreitet sind Best Ball, bei dem pro Loch die besten Einzelergebnisse des Teams zählen, und Scramble, bei dem das Team von der besten Balllage weiterspielt.