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Skins im Golf: Spielform, Übertrag und Netto-Variante

Aktualisiert am 7. September 2026 · Timo Gede

Skins ist eine Spielform, bei der jedes Loch für sich um einen eigenen Einsatz – den Skin – gespielt wird. Wer ein Loch allein am besten spielt, gewinnt den Skin; teilen sich zwei oder mehr Spieler das beste Ergebnis, gewinnt niemand und der Einsatz wird auf das nächste Loch übertragen. Am Ende zählt nicht die Gesamtschlagzahl, sondern die Zahl der gewonnenen Skins.

So läuft ein Skins-Spiel ab

Vor der Runde wird festgelegt, was ein Loch wert ist – ein Punkt, ein kleiner Einsatz oder auch nur die Ehre. Danach gilt Loch für Loch dieselbe Frage: Hat genau ein Spieler das beste Ergebnis? Wenn ja, gehört ihm der Skin. Wenn nicht, bleibt das Loch offen.

Dieser Übertrag – oft „Carry-over“ genannt – ist der Reiz der Spielform: Nach zwei oder drei geteilten Löchern hängt an der nächsten Bahn plötzlich ein Vielfaches des normalen Einsatzes.

Skins, Matchplay und Zählspiel im Vergleich

SkinsMatchplayZählspiel
Wertungseinheiteinzelnes Loch mit Einsatzeinzelnes Lochgesamte Runde
Bei Gleichstand am LochÜbertrag auf das nächste LochLoch geteilt, kein ÜbertragSchläge zählen einfach weiter
Teilnehmerzahlmeist 3–4 im Flightzwei Parteienbeliebig
Siegermeiste SkinsFührung nach Löchernniedrigste Schlagzahl

Die Grundunterschiede zwischen loch- und rundenbezogener Wertung erklärt ausführlich der Beitrag Matchplay vs. Zählspiel.

Skins netto: mit Vorgabenschlägen spielen

Spielen Golfer mit unterschiedlichem Handicap gegeneinander, wird Skins netto gespielt. Dafür braucht jeder seine Spielvorgabe für den Platz und den gewählten Abschlag:

Course Handicap (Spielvorgabe) = Runden(Index × Slope / 113 + (CR − Par))

Üblich ist wie im Matchplay die Differenzmethode: Der Spieler mit der niedrigsten Spielvorgabe spielt ohne Schläge, alle anderen bekommen die Differenz zu ihm. Diese Schläge werden nach dem Stroke Index der Scorekarte verteilt – bei 5 Schlägen also auf den fünf Löchern mit Stroke Index 1 bis 5. Das Netto-Ergebnis eines Lochs ist dann das Bruttoergebnis minus die dort erhaltenen Schläge, gemessen am Netto-Par:

Netto-Par = Par + erhaltene Vorgabenschläge

Wie die Verteilung im Detail funktioniert – auch bei Vorgaben über 18 –, steht in Vorgabenschläge nach Stroke Index verteilen. Die Differenzmethode zwischen zwei Spielern zeigt Wie viele Schläge bekomme ich im Matchplay?.

Rechenbeispiel für ein Netto-Skin

Ohne Vorgabenschläge hätte A das Loch gewonnen. Genau das macht die Netto-Variante fair, wenn die Handicaps weit auseinanderliegen.

Was Skins nicht ist

Skins ist eine private oder clubinterne Spielform, keine vorgabenwirksame Wertung. Dein Handicap-Index entsteht ausschließlich aus dem Score Differential ganzer Runden:

Score Differential = (Score − Course Rating) × 113 / Slope

Der Index ist der Durchschnitt der besten 8 der letzten 20 Differentials. Wer parallel zum Skins-Spiel eine vorgabenwirksame Runde spielen möchte, muss diese ganz normal vorab anmelden und die vollständige Scorekarte führen – wie das geht, steht in EDS: die registrierte Privatrunde.

Hinweis: Diese Erklärung ist inoffiziell. Die konkreten Bedingungen eines Skins-Spiels legt die jeweilige Ausschreibung bzw. die Absprache im Flight fest; verbindlich für dein Handicap ist die Führung durch deinen Heimatclub bzw. den DGV.

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Häufige Fragen

Wie funktioniert Skins beim Golf?

Jedes Loch wird um einen eigenen Einsatz gespielt. Wer ein Loch als Einziger am besten spielt, gewinnt diesen Skin. Teilen sich mehrere Spieler das beste Ergebnis, gewinnt niemand und der Einsatz wird auf das nächste Loch übertragen.

Was passiert bei Skins, wenn ein Loch geteilt wird?

Der Skin bleibt unentschieden und wird auf das nächste Loch übertragen. Dort spielen dann alle um zwei Skins – nach mehreren geteilten Löchern entsprechend um mehr.

Kann man Skins mit Handicap spielen?

Ja. In der Netto-Variante bekommt jeder Spieler die Differenz zur niedrigsten Spielvorgabe im Flight, verteilt nach dem Stroke Index der Scorekarte. Gewertet wird dann das Netto-Ergebnis je Loch.